Beginn der wasserbaulichen Maßnahmen zur Störstellenbeseitigung in der Pleiße

Nachdem im Mai 2017 die Einrichtung der Baustelle zur Beseitigung der Störstellen in der Pleiße begann, kam es im geplanten Bauablauf ab August zu Verzögerungen aufgrund intensiver Kampfmittelsondierungsmaßnahmen, bei denen allerdings nur ziviler Schrott wie Fahrräder, Öfen, Mülltonnen, Geldkasetten  usw. gefunden und durch Taucher geborgen wurden. Mit dem Einsetzen von Spundwänden und der Herstellung der Pleißequerung für Baufahrzeuge vor dem Agra-Wehr konnten nun die wasserbaulichen Maßnahmen beginnen. Das Befahren der Pleiße sowie des flussbegleitenden Radweges zwischen Goethesteig und Bahnbrücke ist derzeit untersagt. Da die Bauarbeiten im Wasser von März bis Juli 2018 aus naturschutzfachlichen Gründen unterbrochen werden müssen, ist eine Bauzeitverlängerung bis 2019 zu erwarten.

Der Gewässerabschnitt ist in den 60er Jahren im Rahmen des Braunkohletagebaues und der damit verbundenen Umverlegung der Pleiße entstanden. Ziel des Vorhabens ist die Herstellung der Bootsgängigkeit der Pleiße für gewässerangepasste Mehrpersonenboote, was die Herstellung einer  Sohlgleite vor dem Agra-Wehr und die Beseitigung von Flachstellen auf 1,7 km Gewässerlänge erfordert. Mit einer naturnahen Neugestaltung des Ufers wird die Maßnahme abgeschlossen.

Finanziert wird das Projekt durch § 4 Fördermittel des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung. Projektträger ist die LMBV.