Baubeginn Störstellenbeseitigung in der Pleiße

Im Mai 2017 begann die Einrichtung der Baustelle zur Beseitigung der Störstellen in der Pleiße. Nachdem der erste Versuch der Umsetzung des Vorhabens im Dezember 2014 aufgrund der Hinweise auf mögliches Vorkommen geschützter Arten unterbrochen werden musste, konnte nun, nach artenschutzfachlicher Erfassung und Bewertung und Genehmigung der zuständigen Naturschutzbehörde, dieses zentrale Projekt zur Vervollständigung des Gewässerverbundes fortgesetzt werden. Mit einer ökologischen Baubegleitung  soll gewährleistet werden, dass den entsprechenden Anforderungen des Naturschutzes Rechnung getragen wird. Das Ziel der Baumaßnahme ist die Beseitigung von drei Flachstellen und die Anpassung der Gewässersohle, um die Durchgängigkeit für Paddel- und gewässerangepasste Motorboote zu gewährleisten. Im Abschnitt zwischen S-Bahn-Brücke und Goethesteig ist eine naturnahe Ausgestaltung des westlichen Uferbereichs in Form einer Böschungsabflachung als ökologische Ausgleichsmaßnahme geplant. Das Vorhaben ist eine wesentliche Voraussetzung, um später auf einer wassertouristischen Verbindung zum Markkleeberger See zu gelangen. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende März 2018 andauern, wobei es aus Sicherheitsgründen erforderlich ist, den ca. 700 m langen Abschnitt des Pleißeradweges für Fußgänger und Radfahrer in beide Richtungen zu sperren. Die offizielle Umleitung für den Weg von und nach Leipzig wird über die Koburger Straße geführt. Der Bootsverkehr muss für den Abschnitt der Pleiße ab dem 1. August 2017 gesperrt werden, da im Gewässerlauf bis Ende Februar 2018 Baggerarbeiten mit amphibischer Technik stattfinden. Diese Einschränkungen der öffentlichen Wegeführung beruhen auf dem planfestgestellten Zuwegungs- und Sicherungskonzept zur Maßnahme Pleißevertiefung und sind grundsätzlich für die gesamte Bauzeit aufrecht zu erhalten.